Die Krux mit dem Setting und der Sprache

  • Tach,


    bis auf gelegentliche Admin-Tätigkeiten im Hintergrund bin ich zurzeit ja a bissl inaktiv. Ich bin aber nicht ganz aus der Welt und gebe deswegen auch meine Meinung zu dem Thema Sprache und Setting auf Exodus ab.


    Mir ist aufgefallen dass einige Spieler auf Exodus ein großes Problem mit der Sprache im Rollenspiel und dem Setting zu haben scheinen. Ursache des Unmuts sind hauptsächlich Anglizismen wie "Okay", "Training" oder neuzeitliche Elemente wie der "Präsident".

    Gleichzeitig Ihrzt- und Euchzt man sich, was dann in Kombination mit den Anglizismen und modernen Wörtern zu interessanten Satzschöpfungen führt.


    Eigentlich sind wir uns alle darüber einig dass solche Wörter in einem Mittelalter-Setting nichts zu suchen haben. Aber hierbei stellt sich uns dann doch die Frage, was Exodus denn überhaupt mit Mittelalter zu tun hat.

    In der offiziellen Lore-Erklärung wird zwar von einem Hochmittelalterlichen Setting gesprochen, meiner Meinung nach wird diese Definition jedoch Exodus nicht ganz gerecht, und sie stiftet unter uns allen ziemliche Verwirrung.


    Wenn wir an Hochmittelalter denken, dann haben die meisten von uns wohl direkt soetwas vor Augen.

    Richten wir den Blick anschließend nach Exodus, dann ... VESTIGARU NO KAGAKU WA SEKAI ICHIII!!!


    Was ich damit sagen will ist, dass die Bezeichnung "mittelalterlich" einfach nicht zu Exodus passt.

    In der Lore wird damit etwas angedeutet, was letzten Endes so im Rollenspiel nicht dargestellt und vermittelt wird.

    Die Verwirrung ist also vorprogrammiert!


    Aus diesem Grund mein persönlicher Vorschlag (ich will mich auch nicht zu stark einmischen, am Ende entscheidet ihr und Schnitzel was ihr daraus macht):


    Ich denke wir können alle einen Kompromiss finden, wenn wir uns damit abfinden dass das gewohnte Mittelalter-RP Geschichte ist.

    Exodus kann nicht auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, genau so wenig ist sein Setting eine eierlegende Wollmilchsau.

    Wenn verschiedene Settings vermischt werden und kein klares Theme existiert, werden wir uns auch weiterhin kein Bild von der Spielwelt machen können.

    Fragen wie "Sage ich Ihr oder Sie?", "Heißt es nun Präsident oder Vogt?" oder "Ist es ein Baby oder ein Säugling?" werden dann weiterhin herumgeistern.


    Wir sollten Exodus stattdessen als ein komplett neues Kapitel sehen. In der Lore-Erklärung wurde es sogar schon angesprochen:

    Das Setting ist einzigartig!


    Bereits im Voraus wurde von einer postapokalyptischen, dystopischen Welt gesprochen. Endlich kann jeder Charakter Magie ausüben! Oder ein Cyborg mit Steampunk-Gorillafäusten sein! Und einige von euch haben bestimmt auch schon von den Hochelfen gehört.

    Man hat nun endlich all die Freiheiten und Möglichkeiten die man sich vorher immer gewünscht hat, die aber durch das Mittelalter nicht möglich waren. Nun sind wir endlich dort angekommen wo wir hin wollten, also warum wieder umkehren? Stattdessen sage ich: Volle Kraft voraus! Das ist für viele von uns eine ziemlich Umstellung und auch gewöhnungsbedürftig, aber denkt einfach mal zurück als das Mittelalter-Setting für uns noch Neuland war ;o)


    Meiner Meinung nach liegt genau darin die Stärke von Exodus, auf die wir uns konzentrieren müssen: Wir sollten all diese ungewöhnlichen und interessanten Elemente akzeptieren und fördern, denn so eine Gelegenheit hat sich uns zuvor noch nie geboten. Wenn wir uns nur an das Mittelalter klammern verschließen wir uns bloß vor diesen neuen Möglichkeiten.

    "Neu" bedeutet ja auch nicht gleich "Schlecht", und wenn wir das verstehen dann stört uns weder ein "Präsident" noch ein gelegentliches "Okay". Genau das ist dann nämlich auch ein Teil des Settings und eine der vielen neu gewonnenen Freiheiten auf Exodus!


    An dieser Stelle komme ich trotzdem nicht drum herum eine Blackpill zu spillen, und nehmt es mir nicht übel wenn ich das jetzt so direkt sage, aber Exodus ist damit auch einfach keine Plattform mehr für jene, die nach Mittelalter-RP suchen. Ich verstehe euch vollkommen wenn ihr nun sagt dass dies sehr schade ist, denn ich bin genau so wie ihr selbst ein großer Fan des Mittelalter-Settings (gerne roh und blutig!), aber lasst euch davon nicht bedrücken - immerhin ist nicht aller Tage Abend.


    Das ist meine Meinung zu diesem Thema, und ich danke euch dass ihr mir bis hierhin gefolgt seid.

    Im Grunde wars das damit auch schon, ein kurzer persönlicher Ratschlag. Was ihr damit anfangt liegt bei euch.


    Ich bin dann mal wieder weg und wünsche euch weiterhin viel Spaß im Rollenspiel!

    Thonar

  • Ich stimme komplett zu, ganz ehrlich, ob ich nun "He" oder "Hey" schreibe, oder ob ich "Ok" oder "Okay" schreibe ist jetzt nicht der Weltuntergang, außer die gesamte Spielerschaft erscheint vor meiner Haustür und brüllt "mEiNe ImMeRsIon!!!1!11!!!!" in mein Gesicht.

    Jaaa wir sind jetzt nicht in der modernen Zeit, und ich denke mal wir sind uns alle einig das "Euch-zen" eigentlich das ist, was wir alle machen.


    Und sicher, im Hochmittelalter gab es keine Anglizismen, sehr sehr wahr! Aber im Hochmittelalter gab es auch keine korrupten Hasen, Hundsgroße sprechende Spinnen, Tentakelruinen, sprechende Statuen und sicherlich keine Magie.
    Aber ein "Hey" ist wo die Grenze gezogen wird? Ich bin für Authentizität, immerhin gebe ich mein bestes meine Emotes und Nachrichten akkurat zu gestalten, Baustile sind mir auch recht am Herzen! Aber der Unterschied zwischen "He! Wichser!" und "Hey! Wixxer!" ist echt minimal.

    Solange wir jetzt nicht mit irgendwelchen Denglischen Verunstaltungen ankommen, sehe ich da kein Problem.

  • Liebe Community,


    ihr wisst ich vertrete hier eine Mindermeinung. Ich sehe aber ein, dass es keinen Sinn mehr macht zu versuchen hier irgendwen zu überzeugen. Ich gebe auch mein Statement zum Besten, auch wenn es viele nicht mehr hören wollen.


    "An dieser Stelle komme ich trotzdem nicht drum herum eine Blackpill zu spillen, und nehmt es mir nicht übel wenn ich das jetzt so direkt sage, aber Exodus ist damit auch einfach keine Plattform mehr für jene, die nach Mittelalter-RP suchen."

    Thonar das ist ein wahres Wort.


    Ich sehe Vestria schon länger nicht mehr als einen Mittelalter-RP Server. Ich verstehe auch, dass es einigen Spielern zu langweilig ist, einfaches AlltagsRP zu machen und kann auch die aktuelle Entwicklung nachvollziehen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist kürzer, wenns im RP nicht nach den eigenen Vorstellungen läuft bleibt man Off und zockt was anderes bis es wieder passt.
    Der SL wurde bereits mehrfach die Autorität abgesprochen und der Ton im TS wurde teilweise sehr rau.


    Hier haben sich zwei große Vorstellungen aneinander gerieben und eine hatte durch mehr Spieler die da hinter stehen halt bestanden. Das ist aber nichts neues. Solche Entwicklungen habe ich schon häufig gesehen und es wird auch nicht die letzte "Reform" bleiben. Ansichten und Geschmäcker ändern sich je nach Zusammensetzung einer Community nun einmal. Was solls? Solang die Mehrheit Spaß hat, ist ja alles in bester Ordnung. Dazu haben wir eine stabile und zum Großteil harmonische Community im OC.


    Ich finde es gut, dass es allgemeine Anerkennung findet, dass wir eben kein authentisches Mittelalter-RP betreiben, sondern sich hier nun auf andere Standards geeinigt wird. Selbst wenn es maximale Spielerfreiheit, eine SL als Plotdienstleister und nun einmal keine Standards mehr bis auf das Einhalten der Serverregeln bedeutet. Ich hoffe es flippt jetzt keiner wegen meiner Worte aus. Es ist halt meine ehrliche Sicht. Ihr kennt mich.


    Ich habe strukturiertere Projekte und härtere Ansprüche und Regeln bis jetzt immer zu schätzen gewusst und mich in solchen Systemen stets wohl gefühlt.

    Jetzt ist eine neue Zeit und ich bin wirklich gespannt was nun daraus wird!


    Beste Grüße
    Euer Liam

  • Ich zitiere einfach mal aus dem Regelwerk:


    §5 Glaubwürdiges Rollenspiel

    Allgemein ist jeder Spieler dazu angehalten seinen Charakter der Welt angemessen auszuspielen. Das Setting Vestrias ist angehaucht vom Hochmittelalter, dementsprechend sollte auch die Ausdrucksweise der Charaktere sein. Es wird eher von "Ihr" und "Euch" gesprochen, als von "Sie", wenn jemand angesprochen wird.

    Es wird mit Ausdruck darum gebeten, mit entsprechenden Ausdrucksweisen, Auffassungen und Beurteilungen des Geschehens eine glaubwürdige Kulisse zu erschaffen, die jedem Spaß macht.


    (P.S: Exodus war nur ein Arbeitsname während ich das mal als "MiniSetting" aufziehen wollte. Jetzt ist es ja das Hauptsetting, es heißt weiterhin Vestria)


    Nennt mich einen Puristen, aber ich stimme Liam voll und ganz zu. Ihr könnt tun und lassen was ihr wollt, aber bitte brecht nicht den Rahmen, den wir vorgeben. Das macht nicht nur uns als SL etwas kaputt, sondern auch euch, denn ihr alle sorgt dafür, dass die Immersion erhalten bleibt und die Welt sich so einzigartig anfühlt, wie sie es auch sein soll. Und diese Einzigartigkeit erreicht man nicht dadurch, dass jeder seine eigene Buchstabensuppe kocht, sondern man sich auf den Nenner einigt auch die gleiche Sprache zu sprechen. Kultur entwickelt sich durch gemeinsame Sprache, und so läuft es auch mit der Serverkultur ab.


    Ich kann hierzu mal diese Liste empfehlen, die mal ein Mod vor langer, langer Zeit geschrieben hat. Sachen wie "Müll" können ruhig "Müll" bleiben, es gibt aber so viele großartige Wörter, die man verwenden kann. Und auch Beleidigungen können weitaus gewitzter sein als "Hurensohn", "Hund" und "Schlampe". Ebenfalls in der Liste zu finden.


    Mittelalterliche Ausdrucksweisen by Mozaiek


    Die Welt Vestrias spielt zur Zeit des späten Mittelalters. Somit muss die Sprache und Ausdrucksweise der Charaktere auch an diese Zeit angepasst sein. Dies ist ein Leitfaden, welcher den guten Rollenspieler inspirieren und den neuen Rollenspieler in den Sattel des Geschehens helfen soll.

    Natürlich müsst ihr euch nicht in gänze an diesen Leitfaden halten, aber Parallelen werden gern gesehen und trennen den guten Rollenspieler vom grandiosen.



    Befassen wir uns als erstes mit dem Markenzeichen und einfachsten Bestandteil der mittelalterlichen Marktsprache: Die Anrede.


    Als höfliche und respektvolle Anrede gilt das "Ihr" und das "Euch".

    Nutzung gegenüber: Machtpositionen, Höhergestellten, Gleichgestellten, Spezialisten, Eltern, Älteren, Fremden, Konkurrenz


    - "Grüßt Euch!"

    - "Hättet Ihr einen Augenblick Zeit?"

    - "Euer Kleid schmeichelt euren Augen."


    Das "Du" gilt als vertraute und sympathische aber auch als respektlose und erniedrigende Anrede.

    Nutzung gegenüber: Freunden, Familie (gleiche oder jüngere Generation), (Gleichgestellten), Niedergestellten, Verächteten, Feinden, Jüngeren


    - "Du und ich, wir machen heut' die Tavern' unsicher!"

    - "Mach', dass du Land gewinnst!"

    - "Du kleiner Saubengel!"


    Die Anrede in dritter Person, "Er", "Sie" und "Es", gilt als hochnäsig und überheblich.

    Nutzung gegenüber: Mehrere Stände Niedergestellten, Dienern, Feinden, Konkurrenz, Sarkasmus


    - "Möge er mir den Humpen füllen bis zum Rande!"

    - "Sie möge knien, wie es sich für ein Flittchen ihrergleichen gehört."

    - "Es sei ihm nun erlaubt zu sprechen."



    Nebst der Anrede gibt es weitere Merkmale, welche die mittelalterliche Sprache von der modernen unterscheidet. Die drei gängigsten führe ich hier auf.


    Die Nutzung des Genitivs

    Eine sogar in der moderne noch gern gehörte Marginalie, welche doch einiges an Unterschied ausmachen kann. Hauptsächlich in den Besitz betreffenden Phrasen sollte man den verbreiteten Dativ "von dem" durch den Genitiv "des" ersetzen.


    - "Des Grafen Weib lässt sich kaum blicken.."

    - "Ich genieße des Weines berauschende Wirkung."

    - "Ihr seid doch nicht etwa ein Teils des Raubritters verlotterter Gefolgschaft?!"


    Der Konjunktiv

    In adäquatem Satzbau integriert wirkt der Konjunktiv, das "hätte" - "wäre" - "könnte", wahre Wunder.


    - "Mich deucht, es wär' wohl mählich an der Zeit aufzubrechen."

    - "Das könnt' ich wohl für Euch verrichten."

    - "Dies wäre schon für drei Silbergulden wohlfeil."


    Das "e" im Verb

    Ein unglaublich simples Mittel um seinen marktsprachlichen Satz aufzupeppen ist es, dem Verb des Satzes ein "e" zu verpassen. Es gibt der Sprache eine gehörige Portion Melodik mit, welche in der Moderne fehlt.


    - "Ei, schauet nur diese Pracht!"

    - "Wählet nur in Ruhe und mit Bedacht."

    - "Wünschet Ihr noch einen weiteren Trunk?"



    Für manche eine echt harte Umstellung, aber essenziell wichtig. Kein Englisch!


    Viele Worte englischen Ursprungs haben sich in den Köpfen der Deutschen (Österreicher, Schweizer) schon so festgesetzt, dass man sie garnicht mehr bewusst als solche wahrnimmt. Eine kleine Liste soll euch dabei helfen, derartige Ausdrücke auf das Mittelalter umzuschreiben.


    fair: rechtens / regelrecht / ritterlich

    unfair: Das ist nicht recht / wider den Regeln / unrecht

    okay/ok: Je, nun / nun gut / wohlan / alsdann / es sei

    stop: haltet ein / mäßigt Euch

    Trick: Kunststück / Schelmerei / Kniff / Kunstgriff

    Sport: körperliche Ertüchtigung

    Rabatt: Ermäßigung / Vergünstigung / Entgegenkommen



    Ein gern und oft genutzte Geste: Die Beleidigung


    Zu damaliger Zeit hat man sich Beleidigungen weitaus mehr hingegeben als heutzutage und sie um das vielfache ausgeschmückt und rhetorisch untermauert.


    Gern gewählt: Verunglimpfungen der Herkunft


    - "Du Sohn einer flohverseuchten Ratte!"

    - "Du übelriechender Auswurf eines stinkenden Aasfressers!"

    - "Oh, dieser Abkömmling von Ottern, Würmern und Kröten schon wieder!"

    - "Oh ihr Söhne der bodenlosen Dummheit."

    - "Stinkende Brut aus der Gosse..."


    Oft an den Hals geworfen: Verwünschungen


    - "Möge der Herr deinen Samen verdorren lassen und dir die Pest anhaften!"

    - "Die Blattern über dich und Deinesgleichen."

    - "Möge der Blitz dich treffen, du warzengesichtiger Sohn einer schleimigen Kröte!"

    - "Es mögen Euch, durch Krankheit und Aussatz, Gesäß und Gemächt abhanden kommen!"


    Echt schlimm: Generationsübergreifend


    - "Und mögen deine Kinder und deren Kinder an der Krätze krepieren!"


    Freundlich oder Feindlich: Provokationen


    - "Piss nicht gegen den Wind, sonst wird die Hose nass."

    - "Mach dir doch ins Hemd - das kühlt ab!"

    - "Vor deinem Mundgeruch läuft mein Pferd davon."

    - "Stricknadelkämpfer! (An Soldaten)"

    - "Furzt doch in die Segel - das bringt Tempo! (An Seefahrer)"


    Schimpfworte für die Frau:

    Metze, Kanaille, Zankteufel, Giftspritze, Besen, Drachen, Schlunze, Vettel, Strunze, Unke (für Pessimistin), Luder


    Schimpfworte für den Mann:

    Saubartel, Hundsfott, Spitzbube, Strauchdieb, Fetzenschädel, Grützkopf, Piesepampel, Schafsnase, Tor, Hanswurst, Fliegenbeinzähler (für Pedant), Geizhammel, Hutzelmännchen, Brausekopf (für Hitzkopf)



    Hier einige Phrasen zu bestimmten Situationen, welche das eingerostete Sprachzentrum mal wieder auffrischen können.


    [sp]

    Gang zur Stallung, Spaziergang über den Markt, unterwegs zum Stelldichein, etc...


    - "Wohin des Wegs Gevatter?"

    - "Zwickt Euch das Wasser, daß Ihr so eiligen Schrittes vorauseilt?"

    - "Was schaut Ihr so griesgrämig drein, Jungfer, und dies an einem so herrlichen Tag?"

    - "Welche widrigen Winde haben Euch denn auf diesen Plan geweht?"

    - "O je, ich muß mich eilen! Ich hab einen Schergen bei meinem Stand als Wach' und muss mich sputen, ihn wieder abzulösen - hab' schon zu viel Zeit geschwätzig an der Taverne zugebracht!"

    - "Habt Ihr Lust auf ein Bier an der Taverne? Dann ladet mich ein, und wir gehen gemeinsam!"

    - "Sagt an Junker, übt Ihr für den Tanz der Marktleut oder sucht Ihr die Stallungen (den Abort)?"

    - "Zwicken Euch die Läuse oder ist's die Kälte die Euch schüttelt?"

    - "Was treibt Euch denn schon wieder hier vorbei - ich wär Eurer doch grad eben erst ansichtig geworden?"

    - "Schaffet Platz - die Kaldaunen (Gedärme) täten mich gar übel zwicken!"

    - "Schaffet Platz ihr lieben Leute - sonst muß ich meine Notdurft hier auf der Gassen verrichten!"

    - "Was gafft Ihr so? Habt Ihr noch nie ein Weib vorrübergehen sehen?"

    - "Seid Ihr auf Brautschau, daß Ihr mich so anstarrt, Recke? Ich muß Euch enttäuschen - dort drüben wartet mein Liebster!"


    Fluchen und Schimpfen übers Wetter


    - "Was klagt Ihr über die Kälte, Gevatter? Seht Ihr den Schmied dort drüben zittern? Nit vor Kälte, sondern vor Wut, daß es nit noch kälter wär'!"

    - "Stellt Euch unter, Gevatterin, bei diesem Regen - Euer Haar rostet/schimmelt schon! - Na und?! Besser das Haar, denn das Hirn darunter!"

    - "Beim heiligen Igor! Gibt's denn hier keinen Possenreißer an der Stätten, auf daß er die Engel erheitere und diese endlich das Weinen aufhören und es aufhört zu regnen?!"

    - "Holt mir den Pfaffen, ich will beichten! Diese Hitze scheint mir ein ein Vorgeschmack aufs Fegefeuer zu sein und ich ertrag's nit länger!"

    - "In drei Deibels Namen! Mein Bier/Met ist schon wieder verdunstet!"

    - "He, Gevatterin! Rafft Eure Röcke, wenn Euch der Wind darunter fährt, werdet Ihr von dannen fliegen und an der Stadtmauer zerschellen - und das wäre wirklich schade."

    - "Hat jemand den Holzschnitzer gesehen? Ich hab hier Noahs Pläne für die Arche. Mich deucht, die können wir demnächst hier brauchen..."


    Balz & Brunft zur Frühlingszeit


    Er: "Gevatterin, spürt Ihr auch das Zwicken in den Lenden?"

    Sie: "...und ich dachte schon, es wär Eure Hand an meinem Gesäß..."

    Er: "Ipsund erecti, vivant detecti!" (ugs.: "Wenn er steht, dann freut er sich!")

    Sie: "Doch nicht nur er...!"


    Sie: "Spielmann, ich hab gehört, Ihr hättet behauptet, ich habe von Tuten und Blasen keine Ahnung - laßt mich das Gegenteil beweisen!"


    Er: "Jungfer, ich bin trunken vor Liebe zu Euch..."

    Sie: "Hört auf zu lallen und nüchtert aus!"


    universell: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch..."


    Er oder Sie: "Sagt an, seid Ihr schon lange blond...?"


    universell: "Mich deucht, unsere Wege hätten sich schon einmal gekreuzt - mir will nur nicht einfallen, wo..."[/sp]



    Ein kleines (sicherlich nicht allumfassendes) Nachschlagewerk: Modern -> Mittelalterlich


    A


    arbeiten: dem Tagwerk nachgehen

    angebracht: geboten, gebührend, vonnöten, opportun, obligat

    abgenutzt: fadenscheinig, abgerissen, blank, schleißig

    aber: jedoch, obgleich

    also: ergo, mithin, sonach

    ärgerlich: unleidlich, sauertöpfisch, bärbeißig

    arm: bedürftig, mittellos, habelos, elend

    ängstigen: Bange machen, schrecken

    ängstlich: hasenfüßig, hasenherzig, zähneklappernd

    angucken: gaffen, stieren, glotzen, beaugäpfeln

    angeben: sich brüsten, sich in die Brust werfen, prahlen, sich (auf)blähen, protzen, großtun, Schaum schlagen, dicke Töne schwingen, ein großes Maul führen

    aneignen: sich einverleiben, Besitz ergreifen

    anerkennen: billigen, beloben, Tribut zollen

    abscheulich: gräulich, grausig, schaurig, infernalisch, schauderhaft

    ausgezeichnet: famos, meisterhaft, vortrefflich

    angreifen: zu Felde ziehen, stürmen, jemd. entgegentreten

    absichtlich: mit Bedacht

    abgeneigt: abhold

    anzapfen: den Spund ins Fass treiben

    außerdem: item

    (sich) anmaßen: sich erdreisten, sich unterstehen, sich erkühnen

    ausstellen: feil bieten

    Achtung: Obacht

    Applaus: Handgeklapper

    Auto: Kutsche, Vehiculum Draconis, pferdelose stinkende Sammeldroschke

    Arzt: Medicus, Heiler, weise Frau, Quacksalber

    Ausschnitt (am Kleid): Höllenfenster

    Ausstrahlung: Fluidum, Aura, Strahlkraft

    Angst: Aftersausen, Bangnis, Bange

    Anhang: Gefolge, Gefolgsleute, Sippe, Sippschaft

    Abstammung: Geblüt, Geburt

    Anlass: Unterhaltung, Lustbarkeit

    Angeber: Prahlhans, Maulheld, Möchtegern, Großfresse

    Attacke: Vorstoß, Sturm


    B


    betrunken sein: dem Suff erliegen, bezecht sein,

    böse: arglistig, abgefeimt, tückisch, luziferisch, maliziös, perfide, infam, verschlagen

    bedenken: gedenket

    brav: manierlich, gefügig, fügsam

    betrügen: über den Löffel halbieren

    behaupten: postulieren, versichern, beharren

    brutal: bestialisch, unerbittlich, verroht, ruchlos, roh, rüde, viehisch, krude

    beleidigen: schmähen, an der Ehr abschneiden, brüskieren, verunglimpfen, ins Herz treffen

    bemitleidenswert: jammerhaft

    beeilen: sich eilen, sich sputen, hurtig

    besitzen: sein Eigen nennen

    Bauch: Wanst

    Beruf: Profession, Stand, Amt

    Besitz: Habe, Hab und Gut, Güter

    Brust (weibl.): Liebesäpfel, grob: Titten

    Bier: Gerstensaft, Bräu, Zerevis

    Brauch: Sitte

    Beleidigung: Affront, Schmähung, üble Nachrede

    Beleuchtung: Illumination

    Brille: Nasenquetscher, Spekuliereisen, Augengläser


    C


    CD: ein silbern Scheibchen, welches gelochet ist

    in der Mitten

    Cola: Schwarzwurzelsaft

    Charakter: Wesensart, Naturell

    Chaos: Wirrnis, Gewirr, Konfusion

    Charme: Fluidum, Anmut, Liebreiz, Grazie, Zauber

    charakterstark: ehrenhaft, aufrecht, redlich, rechtschaffen

    clever: gescheit, findig, listig, verschmitzt, fintenreich, gewieft, schlitzohrig

    charakterlos: niederträchtig, ehrvergessen, infam, unredlich

    cool: gemessen, besonnen, geruhsam; aber auch vortrefflich, famos, tadellos,


    D


    Dreck: Unrat, Kot

    Dialog: Zwiegespräch

    Dieb: Schnappsack, Beutelschneider

    Diebstahl: Plünderung, Raubzug, Dieberei, Mauserei

    Desaster: Dabakel, Verderben,

    dumm / dämlich: tumb, einfältig, linkisch, täppisch

    deswegen: derowegen

    denken: mich deucht

    damit: ergo

    dankbar: verbunden, dankerfüllt

    davongehen: das Feld räumen, sich trollen, sich davon scheren, sich packen, von hinnen gehen, weichen

    derb: deftig, krude, gepfeffert

    durcheinanderbringen: kopfscheu machen, verhühnern

    dasselbe: das Nähmliche, ebenso eins

    darum: mithin, dieserhalb, sonach, folglich

    durchsetzen: sich Geltung verschaffen, sich behaupten

    dick: volleibig, dickwanstig, gewichtig, feist

    dünn: abgezehrt, zaundürr, hohlwangig

    diskutieren: disputieren, bekakeln


    E


    essen: sich den Wanst vollschlagen, sich gütlich tun, sich laben, tafeln, zusprechen, schmausen

    egal: einerley

    ernst: gestreng

    ereifern: sich empören, sich entrüsten, sich erhitzen

    erdulden: sich ergeben in, sich schicken in, den bitteren Kelch bis zur Neige leeren, bestehen

    einhalten: sich fügen, sich respektierlich verhalten

    eigensinnig: querköpfig, verstockt, vernagelt, halsstarrig

    ehrlich: rechtschaffen, redlich, lauter, unbescholten

    ehrenhaft: redlich, unbescholten, honett, reputabel,

    erfrischen: erquicken, laben

    ergreifen: erhaschen, seiner habhaft werden, beim Wickel kriegen,

    erbittert: geharnischt, verdrossen, ungehalten, erbost

    ergeben (jmd.e. sein:( liebdienerisch, fußfällig, getreu, ehrerbietig, untertänig

    erleichtert: befreit, erlöst, unbeschwert

    erkämpfen: ertrutzen, erfechten, erwirken, bezwingen,

    das Essen: Speis , Stärkung, Wegzehrung

    Erfrischung: Labsal, Wohltat

    Eintritt: Wegzoll

    Ehrgeiz: Ruhmessucht, Bestrebung, Aspiration

    Email-Adresse: mein magischer Bote, der da höret auf den Namen

    Erklärung: Deklaration, Verkündigung

    Ehebruch / Untreue: Liebelei, Liebschaft, Liaison, Amouren

    Erotik: Fleischeslust, Eros, Liebeskunst, Wollust

    Empörung: Ingrimm, Groll, Entrüstung

    Einbildung: Wahn, Kopfgeburt, Gaukelbild, Trugbild, Blendwerk, Gaukelspiel, Gaukelwerk - Aber auch: Anmaßung, Vermessenheit, Dünkel

    Erfolg: Gedeihen, Gelingen, Heil, Triumph, Fortune, Wohl,

    Erfolgversprechend: vielverheißend

    Erlaubnis: Freibrief, Gutheißen, Zubilligung


    F


    freundlich: wohlgesonnen, gutwillig, geneigt, zugetan

    freuen: frohlocken

    freiwillig: freierdings

    fechten: die Klingen kreuzen, streiten

    fangen: (er)haschen, dingfest machen, seiner habhaft werden, arretieren

    fröhlich: wohlgemut, frohgemut, guter Dinge sein, fidel,

    feiern: sich vergnügen, ein Fass aufmachen, sich verlustieren,

    Faulheit: Müßiggang

    Freude: Gaudium, Ergötzung

    Frau: Frouwe, Weib, Magd, Maid, Herzensdame, Gespielin, Gevatterin

    Feuerzeug: Taschendrachen

    Fotoapparat: magischer Seelenfänger

    Flugzeug: Eisendrachen

    Fahne: Banner, Wimpel, Standarte

    Falschheit: Hinterfotzigkeit, Arglist, Doppelzüngigkeit

    Feigling: Hasenherz, Hosenkacker, Bangbüx, Memme

    Feind: Kontrahent, Widersacher, Widerpart

    Freund: Getreuer, Intimus, Gefährte, Genosse

    Freundin: Gespielin

    Freundlichkeit: Wohlwollen, Milde, Sanftmut


    G


    gehen: wandeln, wallen

    gut: (für)trefflich, redlich, tugendhaft, untadelig, rechtschaffen

    grinsen: hohnlächeln, feixen

    günstig: wohlfeil

    gewalttätig: handgemein, rabiat, brachial

    ganz: gänzlich

    Gabel: Forken

    Gasthaus: Taverne, Gasterey, Kaschemme

    Gesicht: Antlitz

    Geschwätz: Gefasel, Schwätzerei, Gewäsch, Plapperei

    Gürtel: Leibriemen

    Geschlecht: (männl.) Gemächt

    Getränk: Trank, Trunk

    Gesundheit: Wohl

    Geld: Penunzen, Piepen

    Gebot: Erlass, Postulat, Dekret, Edikt,

    Gefallen: Gefälligkeit, Gunstbeweis, Huld, Gunstbezeugung


    H


    handeln: (mit etwas) feilbieten, verhökern, verschachern

    hören: vernehmen, die Ohren spitzen

    helfen: zu Diensten sein, zudienen, sekundieren

    herrschen: die Geschicke bestimmen, das Zepter führen, obwalten

    nach hinten: afterwärts

    haben (bei sich:( führt Ihr mit Euch, besitzet Ihr

    Hintern: Afterballen

    Honigwein: Met

    Hotel: Herberge, Absteige

    hübsch: hold, wohlgefällig, anmutig, liebreizend

    Handy: mystischer Sprechknochen

    Himmel: Reich Gottes, himmlisches Reich, Gefilde der Seligen

    Hölle: Ort der ewigen Pein, Inferno, Reich des Teufels

    Hure: Liebesdienerin, Dirne, Gunstgewerblerin


    I


    immer: stets, ewiglich, allzeit

    irren: fehlgehen

    Irrsinn: Tollheit

    Imbißbude: Garküche


    J


    jetzt: itzo, itzt, itzund

    jeder: jedweder

    Jacke: Wams

    junge Frau: Jungfer

    junger Mann: Recke



    K


    klug / schlau: getrieben, gescheit, umsichtig, bei scharfem Verstand

    klein: gering

    beklagen: lamentieren, zetern, plärren, greinen,

    krank: siech

    kaufen: erwerben, erstehen

    können: im Stande sein

    Kind: Kindeleyn, Göre, Lendenfrüche, Brut, Sünden der Nacht

    Kinderwagen: winzig-neumodischer Streitwagen

    Kummer: Gram, Leid

    Klage: Wehgeschrei, Ach und Weh, Lamentation, Lamento, Gezeter

    Kneipe: Schänke

    Klo: Heimlichgemach, Abtritt, Abort, Latrine, Donnerbalken

    Kopf: Hirnkästlein

    Kinderfrau: Amme

    Kerze: Wachslicht

    Koch: Küchenmeister

    Kaffee: Mocca, maurischer Bohnensud, Absud aus arabischen Bohnen

    Kugelschreiber: Federkiel

    Krankenhaus: Tempel der Heilung, Hospital, Krankenstube

    Konflikt: Fehde, Unfriede, Hader, Zwist, Händel



    L


    lobenswert: löblich

    lüstern: brünstig, wollüstig, faunisch

    liebevoll: minniglich

    langsam: gemach

    Löwe: Leu

    Liebe: Minne

    Lehrer: Magister

    Lust: Begierde, Drang, Begehr, Verlangen, Sehnen, einen Bock haben


    M


    merkwürdig: absonderlich

    merken: eingedenk sein, beherzigen

    mutig: tollkühn, wacker, beherzt, kühn, mannhaft, heldenmütig

    Mann: Gevatter, Recke, Kempe, Herr

    Mithilfe: Zutun, Subsidium

    Mädchen: Mägdelein

    Mörder: Meuchler, Mordbube

    Monat: Mond

    Mund: Maul, Mundwerk

    Märchen: Mär

    Müll: Unrat, Unrat, Kot

    Misserfolg: Debakel, Verderben, Verhängnis, Schlappe


    N


    nah: allhier

    nie: nimmer

    nur: allein

    nein / nicht: nit

    nett: possierlich

    nichts wert: nichtig

    nützen: zu Nutz und Frommen sein

    Not: Leid, Mühsal

    Nahrung: Speys


    O


    Onkel: Oheim

    Ordnung: Ordo

    ordentlich: in rechter Ordo


    P


    preiswert: wohlfeil

    Platz: Plan

    (Ehe)Partner: Ehgespons, Gemahl /-in

    nicht ehelicher Partner: Buhle

    Papier: Pergament

    Programm (Flyer:( Informatio

    Platz machen: die Gasse freigeben

    Polizist: Büttel, Scherge, Wache

    Pest: Pestilenz

    Pilger: Pilgrim

    Portemonnaie: Geldbeute, Geldkatze


    Q


    Qual: Tortur, Marter, Martyrium, Drangsal

    quälten: martern, schinden, drangsalieren, nagende Sorge bereiten, peinigen

    qualifiziert: befähigt, sattelfest

    Qualm: Schmauch


    R


    raufen: sich balgen, keilen, dreschen

    reich: gebütert, betucht, hablich

    rechtlos: vogelfrei, verfemt, geächtet

    rauchen: schmauchen

    Rauferei: Balgerei, Keilerei, Hauerei,

    Rechnung: Kerbholz

    Räuber: Plünderer, Wegelagerer, Langfinger


    S


    saufen: zechen

    spotten: verhöhnen, seinen Scherz mit jemd. Treiben, verlachen

    schnell: hurtig, eilends

    schön: hold, betörend,

    schreien: bellen, anblaffen, keifen

    schweigen: das Maul halten

    sterben: verscheiden, heimgehen, das Leben aushauchen, ableben,

    sehr: gar, wohl

    spucken: speien, auskoddern, auswerfen

    stehlen: zwacken

    stoppen: innehalten

    schwören: geloben

    schlecht: von Übel, übel

    schmutzig: besudelt

    sicher (nach Hause kommen:( wohl geleitet

    sauber: reinlich

    Schnitzel: Stück Braten einer zahmen Sau

    Speichel: Geifer, Schaum

    Schönheit: Bann, Liebreiz,

    schöne: Frau Holde, Venus, Schöne

    Scherz: Posse, Possenspiel, Schabernack, Schelmenstreich, Schelmerei, Narretei

    Stern: Himmelskörper, Gestirn

    Schlag: Hieb, Hau, Haken, Treffer

    Stadtrat: Magistrat

    Spaß: haben sich ergötzen, vergnüglich sein,

    Stift: Federkiel

    Schlägerei: Rauferey, Handgreiflichkeit


    T


    töten: hinmetzeln, hinmorden, auslöschen, vom Leben zum Tode befördern, zu Tode bringen, den Garaus machen

    Tasche: Beutel

    Taschendieb: Beutelschneider

    Tee: heißer Aufguss wilder Kräuter, Absud

    Täuschung: Trug

    Teufel: Tuffel

    Tisch: Tafel

    Töpfer: Hafner

    Torheit: Tollheit

    Tripper: französische Krankheit

    Trommel: Trummel

    Tür: Pforte

    Trinkgeld: Obulus


    U


    überwachen: ein Aug darauf haben / werfen

    ungehörig: unflätig

    ungeschickt: tölpelhaft

    umwerben: buhlen

    urinieren: das Wasser abschlagen

    Übeltäter: Bube, Strolch, Pack, Gesindel

    Übung: Exercitien

    Untergebene: Hintersassen

    Unglück: Ungemach

    Unterkunft: Obdach

    Uhr: Zeitstein, Stundenkerze

    Wieviel Uhr ist es?: Welches Stündlein hat geschlagen?


    V


    verliebt sein: minniglich zugetan sein, in Liebe entbrennen / erglühen

    verdächtig: finster, nicht geheuer, zwielichtig, nicht hasenrein, obskur

    verschnaufen: innehalten, verpusten

    verlieren: verlustig gehen

    verletzen: blessieren, versehren, ramponieren

    verachten: für gering schätzen

    verblüffen: einem das Maul offen stehen lassen

    verkaufen: feilbieten

    verschwenden: vertun

    (sich) verdrücken: entfleuchen, fort stehlen, sich absentieren

    versehentlich: nit mit Bedacht

    verspotten: schmähen, verunken

    Vielfraß: Völler

    Vorname: Taufnom

    Verbrecher: Schurke, Gesetzloser, Geächteter, Strolch, Unhold, Bösewicht, Missetäter

    Verdacht: Argwohn


    W


    während: dieweil, derweil

    weinen: bittere Tränen vergießen, flennen

    wohlhabend: begütert, hablich, betucht

    wirklich: de facto, in der Tat

    Wasser: Gänsewein

    Wohnzimmer: Ofenstube

    Witwe: Wittib, Witfrau

    Witwer: Wittiber, Witmann

    Wunder: Mirakel

    Witz: Klamauk, Ulk, Jux, Zote,

    Witzbold: Spottdrossel, Spottvogel, Schelm, Schalk

    Wochentag: Werkeltag

    Wohl: Wonne, Gedeien,

    Wortbrecher: Abtrünniger, Treuloser, Ehrloser

    Weiberheld: Schwerenöter, Schürzenjäger


    Z


    zuerst: zufürderst

    zusammen: mitsamt, allesamt

    zwecklos: unsprießlich, vergebens, fruchtlos

    Zimmer: Stube, Kammer, Kemenate

    Zahnarzt: Zahnbrecher

    Zigarette: Tabakröllchen, Lungenstäblein

    Zwischenfall: Begebenheit, Skandal, Episode

    Zwietracht: Hader, Händel, Zerwürfnis, Zwist, Gezänk,

    Zuverlässigkeit: Redlichkeit, Anstand, Integrität, Lauterkeit, Unbescholtenheit

    Zuvorkommenheit: Geneigtheit, Politesse

    Zuspruch: Ermutigung, Herzenstrost; aber auch Anklang, Billigung, Gefallen

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