Beiträge von Schnitzel

    Liam.

    Gevatter_Hain

    Rian.


    *Einige der Ballistarii, die bronzenen Soldaten Vestigars, verteilen heutige einige Einladungen an bestimmte Dorfbewohner. Nunja, sie werden ihnen einfach an die Tür genagelt. Den Nagel gibt es gratis!*


    Die ewige Stadt grüßt euch, Bürgerliche.

    Eure Verdienste um Vestigar in der Sache um Tezla sind uns nicht verborgen geblieben - Insbesondere einige meiner Soldaten haben sich mit Nachdruck dafür eingesetzt Klarheit in der Sache zu schaffen. Es gibt viele Worte, die noch gewechselt werden sollten, und so wollen wir euch zu einem kleinen Bankett im Himmel über eurer Stadt einladen - Findet euch, sofern ihr denn Interesse habt, zum morgigen Tage um 20 Uhr am Hafen ein.


    Gezeichnet,

    Hocherr Zagireus, Vestigar



    Titelbild: Unser Herr und Erlöser Videris, in seinem Auftrag & Antlitz salbt der Priester einen neuen Inquisitor!


    *Der Arvumer Herold ist eines der bekanntesten Nachrichtenblätter Ecadias, neben den wortwörtlichen Herolden, die Nachrichten auf Marktplätzen verkünden gibt es auch noch das Arvumer Abendblatt, das es aber wohl nicht bis auf die Insel geschafft hat. Die Ausgabe wirkt irgendwie sehr durchgeweicht und hängt diesmal in der Hafenmeisterei*



    Gesellschaft der feinen Geister verärgert!

    Zu Beginn dieses Jahres setzen der Connoisseur Horation Lünginsson, der Sternekoch Martin Beuthnersson und der Feinschmecker Johann Schreinersson aus Kantorgrad dazu an die Küche des neu gegründeten Talstädts zu erkunden und der Welt zu eröffnen.

    "Wir waren sehr gespannt, welche kulinarischen Feinheiten das Zusammenleben der Kulturen in Talstädt nur hervorbringen muss - Mir speichelt der Munde, wenn ich daran denke, zu welchen Genüssen eine so reiche Fülle an verschiedenen Geschmäckern aus aller Welt zustande sein muss".


    Der erste Eindruck des "Golem", wie sich das Lokal des Wirtes "Timaeäus Pennington" nannte, was auch gar nicht schlecht, schreiben uns die Feinschmecker. "Natürlich war die Küche nicht mit dem "Schwarzen Drachen" in Arvum oder gar dem "Mammutherd" in Kantorgrad vergleichbar, aber der Wirt schien die ersten Schritte in die richtige Richtung zu machen. "Die Aromen waren gut, und die Einlagen in den Suppen wirklich gut, jedoch fehle es uns an Harmonie - Bier zur Suppe, wer macht denn so etwas? Auch unser Apparativ bekamen wir viel zu spät an den Tisch, die Bedienung, eine wirklich ansehnliche Dame, schien gar nicht über die Küche bescheid zu wissen!", berichtet und Schreinersson in einem aufgebrachten Brief.


    "Mehr noch, der Besuch wurde zum Debakel. Pilzsuppen, Rouladen und Apfelkuchen beiseite, der Wirt schien nur Zwerge zu bedienen. Die Portionen waren uns zu klein, die Türen zu schmal - Ja, die Stühle knarzten gar unter unserem Gewicht, für wirkliche Feinschmecker war dieser Ort wahrlich nicht gemacht!", heißt es.


    "Mit einem mal begangen sich neben uns Leute zu schlagen - Im Gerangel wurde Lüningsson mitgerissen, riss die schwache Ballustrade ein und fiel in den angrenzenden Bach. Man wollte uns noch die Schuld zuschustern, wir seien alle zu schwer, aber so nicht! Beuthnersson erlag beinahe einer Herzschwäche vor Schreck, Lüningsson drohte zu ertrinken. Es wurde ein Desaster! Man unterstelle und doch wahrlich, dass wir zu dick für die Möbel seien, während einer die unseren ums Überleben kämpfte.


    Nur durch das Eingreifen eines in grün gewandten Helden, Kalach, dem neuen Ehrenmitglied der Gesellschaft, konnte Horatio aus dem Fluss geborgen werden. Viele Bewohner lachten uns aus, schmähten uns, sie schienen den Ausdruck einer gewichtigen Erscheinung nicht wertzuschätzen. Zuletzt brach doch beinahe eine hölzerne Brücke unter unserem Gewicht zusammen, die Talstädter sind anscheinend keine Meister der Handwerkskunst.


    Die Kirsche auf der Torte, beides fanden wir in Talstädt übrigens nicht, war, dass uns die Wirtin beleidigte. Wir sollten nie zurückkehren. Kurze Zeit später wurden wir aber dazu eingeladen doch eine Woche später zurückzukehren, man wollte sich entschuldigen und versuchen uns umzustimmen. Nie wieder hörten wir davon.


    Es bleibt uns also nichts übrig, als Talstädt eine unzumutbare Haltung zu unterstellen. Selten waren wir so enttäuscht von einem Besuch. Das kryosische Teehaus zu Talstädt war allerdings ein Quell vieler Freuden, dorthin können wir den Besuch nur empfehlen.


    Hört uns auch das nächste mal wieder zu, wenn die "Dicksten Drei" erneut von ihren kulinarischen Reisen auf Ecadia berichten!"



    Admiral Zheng siegt auf allen Fronten!

    Er wird in Kryos als Held der Nation gefeiert, und von den Vestigarern gefürchtet - Admiral Zheng versenkt mit seiner Flotte aus mehreren kleinen Schiffen ein Luftschiff nach dem anderen, wo seine Dschunke mit den goldenen Segeln aufkreuzt, dort fliehen die Luftschiffe der Vestigarer.


    Bereits drei Luftschiffe, die "Arc Ecadia", "Arc Rubigo" und "Arc Rubicon", wurden im Meer versenkt, und die überlebenden Besatzungsmitglieder wurden nach Kryos verschifft, wo sie für einen Gefangenenaustausch herhalten sollen. Die graue See befindet sich nun fast vollständig unter kryosischer Kontrolle.


    In der nächsten Ausgabe rechnen wir sogar damit eine Unterredung mit dem berühmten Admiral selbst zu erhalten, wenn er in Kryos zum Triumphzug antritt. Natürlich wird diese Wort für Wort hier wiedergegeben!



    Vernichtende Waffe nahe Talstädt eingesetzt!

    Doch Admiral Zheng kann nicht überall sein - Vor kurzem wurden ganze 10 Schiffe mit einer einzigen Bombe ausgeschaltet, die "Marschall Tezla" von seinem neuen Stützpunkt in Talstädt aus abgeworfen haben soll. Überlebende scheinen bislang nicht geborgen worden zu sein, Tezla wird nun aber von Kryos vorgeworfen die Ehrbarkeit des Krieges beschmutzt zu haben.

    Wie uns von einigen Informanten, die lieber ungenannt bleiben wollen, berichtet wurde, soll Tezla immer wieder den Befehl dazu gegeben haben kryosische Schiffsbrüchige zurückzulassen oder gar absichtlich zu töten. Sollten sich diese Gerüchte als wahr herausstellen, so Kryos, kann man nicht mehr für die Neutralität Talstädts garantieren, das immerhin dem Luftschiff einen sicheren Hafen in der grauen See bietet.


    Das betreffende Luftschiff "Arc Regens" des Kommandanten Tiberix Tezla wird nun allerdings auch schon seit mehreren Monaten vermisst.

    Ursprünglich sollte es zu einer Mission in Richtung Talstädt aufbrechen, jedoch brach danach der Kontakt mit Vestigar ab - Nun soll eine Gesandtschaft unter dem Mitglied "Chadäus" des Kult Mechanikus, seines Zeichens nach Großmarschall, den Kontakt mit dem Luftschiff widerherstellen.


    Es heißt dazu:" Aus Befragungen wissen wir, dass das Luftschiff weiterhin agiert und Siege für die Heimat einbringt - Jedoch muss es der Besatzung an Mitteln zur Kommunikation fehlen. Wir sorgen uns um unsere Brüder und Schwestern in der Luft"



    Kleinster Stadtstaat der Welt sendet ein Zeichen für den Frieden!

    Genauso soll Talstädt, das als kleiner Stadtstaat der Welt bekannt ist, sich einen ganz besonderen Platz im Herzen der Kryosi erkämpft haben. Soweit man den Berichten die uns erreichen Glauben schenken darf, hat die Stadt auf eigene Kosten eine Schiffsbesatzung unter "Kapitän Krull" zusammengestellt, die sich um Schiffsbrüchige rund um die Insel herum kümmert - Aufgrund der vielen Kampfhandlungen in den Gewässern haben sie auch alle Hände voll zu tun.

    Besonders die viderische Kirche hat, nachdem sie von einem Ordensmitglied auf der Insel informiert wurde, wohlklingende Worte für die Talstädter übrig. Sie ließen uns wissen:


    "Es gefällt dem Herrn, wenn in diesen dunklen Tagen selbst die Kleinsten unter uns die Tugenden der Nächstenliebe und des Zusammenhaltes besser zur Schau tragen, als lang etablierte Städte mit ihren Traditionen. Zahlreiche Einwohner Arvums haben nach dieser herzerwärmenden Geschichte tiefer in die eigene Tasche gegriffen um den Klingelbeutel zu füllen - All jene Spenden sollen bei der mutigen Schiffsbesatzung landen, die mit neutraler Flagge hinaus fährt um die leidenden zu retten und Familien wieder zu vereinen.


    Wir sprechen zudem unser Beileid zum Tode von Flavius Flammberg, dem Stadtgründer, aus, der sich stets für gute Beziehungen mit der viderischen Kirche einsetzte - Sein Werk wird nicht vergessen werden. Die Kirche wird einige ihrer Gesandten schicken, um ihm die letzte Ehre zu erweisen."


    Angeblich soll es, angespornt durch die Siedler in Talstädt, auch an einigen anderen Orten der Welt zur Neugründung von Stadtstaaten kommen - Bislang befinden sich diese Vorhaben aber noch in den Kinderschuhen.



    Vestigar schlägt kryosisches Heer bei den großen Oasen!

    Sieg für Vestigar!

    Bei den großen Oasen westlich von Kryos schlug das Vestigarer Heer ein rasch heranrückendes Heer im Handstreich. "Ein Geniestreich!", heißt es von Beobachtern. Die Oasen wurden zuerst von den Vestigarern gehalten und vergiftet, später fielen sie gespielt zurück und überließen den Kryosi die vermeintlich überlegene Position am Wasser.

    Am nächsten Morgen, noch bevor die Sonne aufging, marschierte General Arix dann mit seinen schnellsten Truppen direkt zum feindlichen Lager, wo die stark geschwächten kryosischen Soldaten überrascht und zurückgeworfen wurden.


    "Es wurde heute viel Ehre für die Heimat gemacht!", schreibt uns der General persönlich. Im kryosischen Booten ist bislang nichts von der Schlacht zu lesen.



    Kantorgrader Honigfest - Engpässe durch fehlende Lieferungen aus dem Süden

    Das alljähliche kantorgrader Honigfest steht vor der Türe!

    "Mit dem Herbst kommt der Honig" heißt ein altes Sprichwort dort, und nun soll es wieder kandierte Äpfel, Honigmet und in Honig flambierte, mit Honig verfeinerte und mit Honig gesüßte Spezialitäten geben.

    "Unsere Kinder freuen sich bereits, Kantor sieht lächelnd auf die Menge herab, die wir wieder einmal für alle zur Verfügung stellen können!", heißt es von Huscarl Brenheim.


    Nur eine Sache trübt den Festspaß, der die Wirren des Krieges verblassen lässt - Viele der exotischen Früchte aus dem Süden sind dieses Jahr über nicht verfügbar um kandiert zu werden, da kein Schiff durch die graue See hindurch Kantorgrad erreicht. Einheimischen Händlern ist die Route derzeit einfach zu gefährlich.



    Arvum stellt ein eigenes Heer auf!

    "Wer den Frieden wahren will, der rüste zum Kriege", heißt es aus dem hohen Rat Arvums. Egal, wer den Krieg für sich entscheiden kann, die größte Stadt der Welt will der siegreichen Macht nicht schutzlos entgegenstehen.

    Die Mauerwache, die bisher den größten Teil der Verteidigung ausmachte, soll nun den Kern der neuen Streitkräfte bilden.

    Geld macht auch hier vieles möglich - So wollen die obersten Händlerkasten der Stadt festgelegte Teile ihres Gewinns nicht nur zur Aufstellung eines Heeres, sondern auch zur Bildung einer Marine nutzen. Ein ganzer Teil des Armenviertels am Hafen soll zu diesem Zweck geräumt werden, um das große Projekt des "Arvumer Arsenals", einer großen Werft mit unterstützender Kriegsschmiede, zu verwirklichen.


    Es wird mit Protesten aus den ärmsten Schichten gerechnet, jedoch sollen diese, sogar laut viderischer Kirche, gut entlohnt werden. So antwortete uns der Ordinator Febalius aus dem Viertel: "Es ist ein wahrer Segen - Mit dem Geld können diese armen Seelen ihrem Leben einen neuen Start geben und hier vielleicht in Zukunft Arbeit finden. So ein Heer, das schafft viel Arbeit, durch die gesamte Gesellschaft hindurch!"


    Aus höchsten Kreisen der Kirche erfuhren wir zudem, dass zumindest im Heer eng zwischen den Gottesmännern und den Händlern, die sonst so verfeindet sind, zusammengearbeitet werden soll. So heißt es beispielsweise: "Wir müssen unsere Augen vor den größeren Dingen öffnen - Hier müssen wir Hand in Hand voranschreiten, die Inquisition erklärte sich dazu bereit für die Schulung von Moral, Recht und Ordnung im Heere einzutreten. Ein Heer, das wie in den alten Tagen mit Gott geht, das kann nicht erschüttert werden".



    Mord und spurloses Verschwinden!Zwischen all den Botschaften, die vom Krieg zwischen Vestigar und Kryos handeln, erreicht uns nun auch eine etwas andere Meldung aus der bronzenen Stadt.

    So berichtet „Das Vestigarer Zahnrad“ vom plötzlichen und gewaltsam herbeigeführten Ableben zweier geschätzter Persönlichkeiten des Kupferviertels: Cornelius Colwin, Inhaber eines Bergwerkes sowie seine Gattin Chrysanthia, bekannt als ehemalige und begabte Glasbläserin, wurden kurz nach dem Erscheinen der letzten Heroldsausgabe tot in ihrem Wohnturm aufgefunden. Sämtliche Indizien deuten auf einen Doppelmord hin! Die einzige Tochter des Ehepaares scheint ebenfalls seit einiger Zeit verschwunden.

    Aufgrund verstrickter Erbschaftsverhältnisse von großem Wert wird nun selbst im Herold nach der Tochter gesucht.

    Jemand hat wohl etwas darunter geschrieben


    Was fragst du erst den Hans-Wurst hier?

    Auf geht's, ich trage mich ein!


    *Der Name wurde wohl allerdings vergessen...*

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    Not gonna lie, ich sah den Namen als meme, aber es hört sich doch stabil an.

    Da ich noch nicht sehr viel Erfahrung mit Woltlab habe kann ich da leider kaum mitreden - Bei my.bb habe ich wenigstens noch die Struktur nachvollziehen können. Ich hätte nichts dagegen diese Schriftarten einzufügen, da sich Loapu aber deutlich besser mit dem technischen Aspekt auskennt als ich es tue würde ich ihm das Urteil dort überlassen - Ich bin einfach kein Freund davon etwas zu entscheiden, von dem ich in der Substanz keine Ahnung habe.

    Heyho Alessio!

    Zwar spielt deine Geschichte nicht ganz in unserer Welt, sondern in woanders, allerdings sieht man, dass du Ahnung vom Rollenspiel hast.

    Du warst ja bereits bei uns auf dem Discord, komm noch zu einer kurzen Einführung vorbei, dann kannst du mitmachen!


    Gruß,

    Schnitzel

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    Werte Spielerschaft,


    das Vorhaben des Vestria-Loreforums wird aufs Eis gelegt. Stattdessen bedienen wir uns in Zukunft der Software kanka.io, die uns von befreundeten Rollenspielservern empfohlen wurde. Kanka wurde, wie andere bekannte RPG-Worldbuilder wie World Anvil, zur Darstellung von fiktiven Welten in einem für das Auge freundlichen Stil entwickelt, und auch wir werden in den kommenden Wochen dort langsam Artikel hinzufügen, die die Welt besser erklären!


    Schaut von Zeit zu Zeit hinein, wenn eine gewisse Anzahl von Artikeln etabliert ist erfahrt ihr es hier!


    Im Namen der Spielleitung,

    Schnitzel

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    Standardtitel

    tzreon


    Gute Frau Vanya, werter Herr Pennigton,


    soeben lief mir ein kalter Schauer über den Rücken, als mich viel zu spät ein Brief erreichte, der zwei Kantorgrader Persönlichkeiten ankündigte.

    Daniel Beuthnersson und Thorbjorn Schreinersson kündigten sich an die kulinarische Vielfalt der Insel erleben zu wollen. Wenn euch diese Namen nichts sagen, dann lasst euch gesagt sein, dass es sich bei den beiden um nicht weniger handelt als die zwei bekanntesten Köche Kantorgrads, selbst in der Oberschicht Arvums gilt es als hohes Privileg sich von diesen Urgesteinen der kantorgrader Küche bekochen zu lassen.

    Ich erwarte nicht weniger von euch, als den Beiden morgen das BESTE aufzutischen, das eure Küchen zu bieten haben. Und kocht viel. Richtet es vernünftig an, achtet auf eine einladende Atmosphäre, es kann gut und gern sein, dass dieser Besuch im Arvumer Herold niedergeschrieben wird.


    Es wäre unverzeihlich, wenn die Herrschaften einen schlechten Eindruck erhalten.


    Gezeichnet,

    Ludger v.d Salzerhöh



    Titelbild: Die Schlacht bei Rak'Arzyn!


    *Der Arvumer Herold ist eines der bekanntesten Nachrichtenblätter Ecadias, neben den wortwörtlichen Herolden, die Nachrichten auf Marktplätzen verkünden gibt es auch noch das Arvumer Abendblatt, das es aber wohl nicht bis auf die Insel geschafft hat. Die Ausgabe hängt in der Taverne aus scheint bereits gelesen worden zu sein, anscheinend wurde die Ausgabe von Hand angefertigt. Mit jeder neuen Ausgabe scheint die Auflage stärker zu werden.*



    Schlacht bei Rak'arzyn!

    Wie uns von Daniel Weitschritt, einem Beauftragten des Arvumer Herolds, berichtet wurde, trug sich am 10.05. dieses Jahres die Eröffnung der Schlacht um Rak'Arzyn zu. Nur hier erwartet euch der volle, originale Text aus seiner Depesche!


    "Hier, gut 120 Meilen südlich von Vestigar, 80 Meilen vor Kryos, liegt Rak'arzyn, eine von Sand fast begrabene Ryzantiruine, die vom Zahn der Zeit nahezu unberührt scheint. Eine Anlage, vielleicht 400 mal 200 Fuß breit, deren ursprünglicher Sinn wohl tief unter dem Sande begraben liegt ist unser Lager, die hohen Hallen der ehemaligen Werkstätte spenden uns Schatten, überall tun sich Abgründe im Sand auf, wo es einst in die bedrohliche Tiefe ging, die das vergangene Volk so gern bewohnte.


    Allerlei Vestigarer treiben sich zwischen uns herum. Ballistarii, die alte Mäuerchen und über den Sand ragende Türme bezogen haben, um Ausschau nach dem Feind zu halten, Archäologen, die versuchen in der kurzen Zeit, die wir hier rasten wenigstens einige Artefakte aus den Tiefen zu bergen, Maschinisten, die ihren ganz eigenen Kampf führen um die furchterregenden Konstrukte, die der Armee als Lasten"tiere" dienen, davor zu bewahren durch den in sie eindringenden Sand den Geist aufzugeben und schaulustige, die den Tross begleiten. Das Heerlager, das sich in die Ruine gepresst hat, umfasst vielleicht 3500 Menschen, größtenteils Männer, aber auch Frauen sind unter den hier rastenden zu sehen. Ihnen voran steht der Vestigarer Hochherr Balesteus, ich konnte einen kurzen Blick auf ihn erhaschen, als der Kriegsrat zusammentrat. Er ist mehr Maschine als Mann, vergrößert durch immer mehr uralte Artefakte, aus seinen Lungen hört man ein mechanisches pressen und saugen - Viele der oberen Ränge, die ihn begleiten, scheinen diesem Ideal zu folgen, einige haben goldene Fäuste oder ihnen ragen schlangenartige Konstrukte aus dem Rückgrat, mit denen sie Gegenstände halten.


    Rote Roben heben sich überall vom Sande ab, für mich als Arvumer ist der Anblick fremd, und es ist nur schwer vorzustellen, dass es eine ganze Stadt an diesen Menschen geben soll. Ihnen allen hängt eine enorme Entschlossenheit an, wie mit der unerbittlichen Kraft, die ihre Maschinen ausstoßen, scheinen sie nur einem einzigen Ziel zu folgen - Kryos in die Schranken zu weisen. Nicht einmal die brennende Wüstensonne scheint sie davon abhalten zu können, von außen sieht es hier aus wie in einem Ameisenhaufen.


    Als die Mittagssonne am höchsten steht, das hat man hier schnell gelernt, verkriecht man sich lieber in das Innere der Ruinen. Ob Vestigar oder Kryos, die wahre Herrscherin der Marmorwüste bleibt die Sonne. Es ist unerbittlich heiß, die Butter, die ich mir mitbrachte ist schneller zerronnen als ich daran denken konnte sie ins Kühle zu bringen. Nur die gelegentlich aufkommenden Wüstenwinde durchbrechen während dieser Zeit die Kulisse, alles Treiben ist für einige Stunden abgeflaut. Die Ruhe vor dem Sturm.


    Gegen 15 Uhr meldete man, dass ein feindliches Heer am Horizont gesichtet wurde. Schnell trat der Kriegsrat zusammen, man wollte die Kryosi auf sich zukommen und an den Bollwerken der alten Ruine abnutzen lassen. Die erste große Schlacht nach über 500 Jahren Frieden sollte hier und heute stattfinden. Als die Kryosi nahe genug herankamen, damit die Lichtblitze der uralten Gewehre sie treffen konnten, da offenbarte sich mir der ganze Horror, der uns so lange erspart geblieben war.


    Hunderte Reiter auf Kamelen kamen nahe an die Ruinen heran, sie waren für die Wüste wesentlich besser gerüstet als wir - Sie schossen ihre Pfeile mit fürchterlicher Genauigkeit vom Rücken der Tiere, wo sie nicht auf Rüstungen trafen offenbarte sich sofort, dass die Medici die das Heer begleiteten nicht ausreichten um sich um so viele Verletzungen gleichzeitig zu kümmern. Wo die Lichtblitze der uralten Gewehre auf die Reiter trafen, da fielen sie von ihrem Tier, die Haut gezeichnet wie von einem Blitzschlag. Aber dieser Reiterei, sie waren das Edelste, was ich jemals neben dem großen Tempel zu Arvum gesehen habe. Es waren Kryosi, gehüllt in Leder und Gold, Ornamente der hohen Häuser aus denen sie stammten verzierten auf Schultern, Helm und Brust den blanken, hochpolierten Stahl, die Helme geschmückt mit Federn und goldenen Insignien, ein jeder schien eine ganze Waffenkammer bei sich zu tragen.


    Dieses Scharmützel, bei dem die Kryosi in einem großen Kreis um die Ruine ritten und ihre Pfeile schossen, dauerte vielleicht eine halbe Stunde an, dann sah man deutlich ein Dutzend Kolonnen von vielleicht 200 Mann näher rücken. Sie sahen nicht einmal halb so edel aus wie die Reiter, es waren Sklaven, bewaffnet mit dem, was übrig blieb, jede Rüstung schien für sie zu teuer, stattdessen trugen sie lange Roben und feuchte Bandagen um den Kopf, an den Füßen nicht mehr als Schlappen aus Bambus. Jede dieser Kolonnen wurde von einem Vorseher, offenbar einem hohen Kryosi, in die Ruine hinein gehetzt, der Hass auf die Vestigarer musste wohl größer sein als auf ihre eigenen Häscher.


    Sie strömten geradezu in die Hallen, Gassen und Ruinen ein, lieferten sich Kämpfe mit den so viel besser gerüsteten Vestigarern. Was ihnen an Ausrüstung fehlte, das machten sie wahrlich durch ihre Entschlossenheit und besonders ihre Anzahl wieder wett - Einmal hätte mich beinahe selbst solch ein Wüstenschrecken erschlagen, doch eines der Konstrukte der Vestigarer, so ein dampfender Koloss, schlug den Angreifer quer durch die Halle, er regte sich nicht mehr.


    Hier drin waren diese Maschinen weitaus effektiver als draußen, wie ich später hören sollte war gar ein Konstrukt zwei Stunden lang zwei Reitern gefolgt, die im Kreis um es herum ritten.


    Links und rechts, oben und unten wurde in der uralten Ruine gekämpft, Menschen verschwanden in den uralten Schächten und wurden nicht wieder gesehen, einmal war ich Zeuge davon, wie sich mitten in einem Kampf in einer Gasse der Boden auftat, und dreißig Mann auf einmal verschluckt wurden. Die Kryosi drohten schon die Vestigarer in einzelnen kleinen Bereichen zu schlagen, aber sie hielten sich tapfer - Umso tiefer die Kryosi eindrangen, desto zahnbewährter wurde der Widerstand der Vestigarer, die sich immerhin nicht zurückziehen konnten! Schlussendlich wurden die Kryosi wieder aus der Ruine herausgeworfen, und in Anbetracht der eiskalten Nacht zogen sie sich wieder in ihr Heerlager zurück.


    Die Verluste auf beiden Seiten waren, sofern es sich von mir einschätzen lässt, bitter - Die meisten Vestigarer waren im Nahkampf gestorben, ein hoher Offizier, solch einer mit den langen Schläuchen aus dem Rückgrat, die ich nicht anders zu beschreiben weiß, wurde später im Pulk von kryosischen Sklaven gefunden, denen er sich wohl bitter zur wehr gesetzt hatte. Von den gut gerüsteten Kryosi wurden kaum welche gefunden, die meisten Toten, die sie zu beklagen hatten, waren die schlecht gerüsteten Sklaven. Kurioserweise versuchte ein jeder von ihnen, den die Vestigarer gefangen nehmen konnten, zu entkommen und nicht die neu erhaltene Freiheit auszukosten.


    Der einzige hohe Kryosi, den man fand, tötete sich selbst, ehe er gefangen genommen werden konnte - Ich bin mir wahrlich nicht sicher, ob man gegen einen solch entschlossenen Feind siegen kann.


    Und auch, wenn die Vestigarer von einem Sieg berichten, so muss ich doch sagen, dass man diese Schlacht schwerlich einen Sieg nennen kann. Hunderte fanden den Tod, nichts wurde erreicht. Es schien eher so, alsob sie Kryosi austesten wollten, ob die Vestigarer so hart zuschlagen können, wie sie behauptet haben."



    Bericht aus Vestigar!

    Der Arvumer Herold verkündet auf Wunsch der Vestigarer folgende Schlagzeile:

    Zitat

    "Das Vestigarer Zahnrad - Hierum dreht sich die Welt"

    Sieg in der Marmorwüste! Volk Vestigars, wir konnten in der Marmorwüste einen herausragenden Sieg erringen! Bei der Ryzantimetropole von Rak'arzyn, in denen schon so lange nach alten Artefakten der Ryzanti gesucht wird, wurde gestern ein heimtückischer Angriff der Kryosi abgewehrt! Ihre lahmen Wüstenesel und Heer aus hoffnungslosen Sklaven, die sie schamlos als Kanonenfutter missbrauchten, konnten unsere stählernen Verteidigungen zu keinem Zeitpunkt durchdringen, und so können wir verkünden, dass sich die Stadt endlich in unserer Hand befindet! Meldet euch noch heute für das Vestigarer Wüstenheer!


    Bericht aus Kryos!

    Der Arvumer Herold verkündet auf Wunsch der Kryosi folgende Schlagzeile:

    Zitat

    "Der kryosische Kurier" Sieg in der Marmorwüste! Brüder und Schwestern, gestern konnten wir den Vestigarer Invasoren einen vernichtenden Schlag versetzen! Sie haben sich, wie sie es schon so oft taten, in den wenigen Sandbrocken und Steinhaufen der Ruine, die weitgehend als "Rak'arzyn" bekannt ist, eingenistet und sich damit in die Falle von General Sukhang Lei begeben. Mehrere Konstrukte wurden hinaus in die Wüste gelockt und dort zu Fall gebracht, tausende Vestigarer fielen den Hufen unserer rechtschaffenden Klingen zum Opfer. Der Sand war rot von Blut, die eingenommenen Türme der Ruinen wurden anschließend mit den Roben der besiegten behangen, ihre Waffen eingeschmolzen. Es sollen sich, so der General, nur noch wenige Vestigarer in den Ruinen befinden, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis man die morschen Türen eintritt und das gesamte Vestigarer Heer in sich zusammenbricht! Denkt daran, Sklaven Kryos, ihr könnt euch noch heute euere Freiheit erkämpfen! Meldet euch für das kryosische Heer und erschlagt fünf Vestigarer Kojoten, um euch und eurer Familie die Freiheit und Ehre zu bringen! Kämpft für die Ehr, der Heimat zu Wehr!


    Seegefechte in der grauen See!

    Die graue See ist in diesen Tagen gefährliches Fahrwasser - Seit Beginn des Krieges machen Vestigarer Luftschiffe jagt auf kryosische Handelsschiffe, die seitdem mit Ballisten ausgerüstet werden.

    Schon ein halbes Dutzend Schiffe sollen diesem Katz-Und-Maus Spiel zum Opfer gefallen sein, vor kurzem wurde nahe Talstädt ein Schiff zerstört, nach den Aussagen einiger Überlebender sorgten sich die Vestigarer nicht um Ertrinkende und die, die sie gefangen nahmen drohten sie zu erschießen. Der in der Region agierende Hochherr Zagireus, Kommandant des Luftschiffes "Arc Vestigaris" wies diese Anschuldigungen zurück.


    "Das ist eine blanke Lüge - Sie haben versucht unser Luftschiff von innen heraus zu sabotieren, deshalb lesen wir nur noch wenige Schiffbrüchige auf - Außerdem haben wir nicht so viel Platz, würden die Kryosi damit aufhören jeden Händler zum Kämpfer für die eigene Sache zu machen, dann wäre es nie so weit gekommen."


    Bislang sei es nicht gelungen ein Luftschiff abzuschießen, der kryosische Admiral Zheng drohte aber mit Vergeltung. "Unsere besten Mechanikus arbeiten bereits an einer Möglichkeit diese Drachen vom Himmel zu holen!"



    Kryosisches Seidenembargo!

    Schneider sollten sich eindecken, denn in Zukunft dürfte die Seide aus Kryos deutlich teurer werden!

    "Wir benötigen die Seide dringend für die Kriegsanstrengungen unserer Bewegung, zudem meldeten sich viele Sklaven der Seidenfarmen zum Dienst in unserem glorreichen Heer", heißt es dazu aus Kryos. Arvumer Kreise setzen diese Zurückhaltung der Ware verärgert mit einem Embargo gleich, zukünftig sollen Gespräche darüber stattfinden, ob nicht zumindest ein kleiner Teil der Seide exportiert wird.

    "Das ist unerhört! Wir leiden unfassbar unter dem Kriege!", äußert sich dazu Ludmila vom Tempelberg in einer kurzen Befragung. "Wenn wir uns unsere Seide nicht mehr leiden können, wo kommen wir denn da hin?". Angeblich soll Ludmila für ihre Äußerungen am selben Tag noch von einigen Pöblern der Stadt mit Schweinekot beworfen worden sein, es fiel die Frage "Ob sie denn sonst keine Probleme habe".



    Kulinarische Erfindung in Kantorgrad - Mammutmozzarella!

    Es heißt in diesen Tagen, dass nur in Kantorgrad die Welt noch in Ordnung sei. Und anscheinend haben die Leute Recht!

    Uns erreichte heute, gekühlt in einer Kiste voller Eisschnee aus dem Serinen-Gletscher, eine Kugel Mammutmozzarella. Diese kulinarische Neuheit, die auf dem Arvumer Mozzarella basiert, wird, wie der Name sagt, aus der Milch von Mammuts hergestellt. "Es ist eine wahre Köstlichkeit", schwärmen die Köche von Arvum. Im Biss ist der Mammutmozzarella weitaus härter, der Geschmack wird von vielen als überwältigend beschrieben.


    Schon nach so kurzer Zeit sagt man den kleinen, weißen Kugeln viele Eigenschaften nach. So soll er bei Erkältung, Durchmarsch oder gar der Gicht helfen. Der Erfinder des Käses, Rudolf Wonkelson, will schon bald damit beginnen größere Mengen nach Arvum zu exportieren.



    Religiöse Spannungen in Arvum!

    "Lasst von euren Sünden ab, die Endzeit ist gekommen!", tönt es durch die Straßen Arvums. Die Bruderschaft Mortis, Anhänger der Vorstellung, dass der vor vielen hundert Jahren stattgefundene Einschlag des kleinen Mondes "Mortis" eine Strafe der Götter gewesen sei, predigt wieder.

    Die Flagellanten der Bruderschaft, die ihren Sitz in der schwarzen Feste auf dem Kreideberg haben, versuchen seit Kriegsbeginn die Bürger der Stadt von ihren Thesen zu überzeugen. Besonders bei den derzeit schlecht gestellten Hafenarbeitern haben sie damit Erfolg. Aus zweifelhaften Quelle kommen ebenso Bemerkungen darüber, dass die Bruderschaft Nachts Händler entführen würde, die sich am derzeitigen Kriege bereichern, um sie dann vor ihr eigenes göttliches Gericht zu stellen.


    Ob es sich dabei nur um Gerüchte handelt, oder die Bruderschaft wirklich versucht ihre eigene Gerichtsbarkeit auszuüben wird die Zeit zeigen.

    Mal meine Sicht als Spielleiter dazu:


    Ich spiele schon länger mit dem Gedanken und habe ihn auch mal vorsichtig gegenüber der anderen im Zuge von "Etwas mehr Präsenz zeigen" geäußert, da die erste Anlaufstelle die wir haben der Discord ist. Es sieht um Welten besser aus, wenn sich da auch noch gleich Leute aufhalten. Es sieht schlicht und ergreifend lebendiger aus.

    Teamspeak ist zwar auch ganz cool, er wurde über die Jahre ja nicht schlechter, die Möglichkeit Direktnachrichten auch offline zu senden, alle Nachrichtenkanäle auf einen Blick zu haben und nicht immer noch ein zweites Programm als neuer Spieler installieren und nutzen zu müssen sind kleine, aber feine Unterschiede.

    Wenn der Vorstoß aber jetzt auch schon von der Community kommt bin ich voll dabei.

    Ich denke jeder hat nun einen guten Überblick über die Situation erhalten, viele der Kommentare müssen nicht als schlechte Erinnerung in den Köpfen bleiben. Ich räume daher einfach mal hier auf, Meinungen wurden ausgetauscht und Statements gemacht, die Sache verlief sich ja dann doch im Sande.


    Gruß,

    Schnitzel

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    Titelbild: Vestigarer Truppen bereiten sich auf den Marsch vor!


    *Der Arvumer Herold ist eines der bekanntesten Nachrichtenblätter Ecadias, neben den wortwörtlichen Herolden, die Nachrichten auf Marktplätzen verkünden gibt es auch noch das Arvumer Abendblatt, das es aber wohl nicht bis auf die Insel geschafft hat. Die Ausgabe hängt in der Taverne aus scheint bereits gelesen worden zu sein, anscheinend wurde die Ausgabe von Hand angefertigt*



    Krieg!


    Zum ersten mal seit 500 Jahren schallt das Wort durch die Lande! Krieg! An jeder Ecke wird vom Kriege berichtet!

    Vor kurzem kam es auf dem offenen Meer zum Zusammentreffen eines vestigarer Luftschiffes, der "Arc Aes", der "Bronzenen Arche" und einer kleinen kryosischen Flotte von drei Schiffen.

    Auf bislang unbekannte Art und Weise versenkten die Kryosi das Luftschiff und verzichteten darauf Überlebende an Bord zu nehmen, Ausrüstung derer man sich habhaft werden konnte wurde eingeschmolzen, ein symbolischer Akt.


    Es waren wohl die immer weiter ausufernden Konflikte um die Marmorwüste, die diesen tragischen Vorfall nun nach sich zog. "Das Zahnrad dreht sich nur, bis es schließlich bricht", äußerte sich der vestigarer Hochherr Zagireus vor dem Herold. Zuvor war ein Raubzug der Kryosi durch von Vestigar beanspruchtes Gebiet mit der Versklavung eines ganzen Außenpostens geendet. Zwar sollte eine Zusammenkunft aller Herrschenden im Tempelbezirk Arvums die Spannungen zwischen den Staaten lösen, jedoch kam es nicht mehr dazu.


    Es wird sich zeigen, ob die Kryosi der bronzenen Kriegsmaschinerie der Vestigarer standhalten können - Man darf sich zurecht davor fürchten, welche Waffen die Schlachtfelder unserer Zeit bestimmen werden. Beobachter berichten davon, dass selbst dampfende Maschinen, größer als ein Mann, ihren Weg gen Kryos antreten.



    Kryos antwortet auf die Kriegserklärung!


    "Bei meiner Ehre", schreibt uns der Vorsprecher der kryosischen Stadtversammlung, Ziyad Kryasi, "Wir weisen jede Unterstellung eines Angriffes entschieden zurück! Keine kryosischen Schiffe befuhren diese Gewässer, es ist eine blanke Lüge der Vestigarer sich nun auch noch unsere Wüste zu nehmen um uralte Ruinen auszuplündern! Ich schwöre bei Gott, eines Tages wird das Heer Kryos Vestigar einschmelzen! Wir fürchten uns nicht vor diesen rot gewandten Kriegstreibern und ihrem uralten Metallschrott!"



    Die uralte Drohung Vestigar, die riesige Stadt aus Stein und Metall, "einzuschmelzen" wurde nicht zum ersten mal ausgesprochen. In der kryosischen Gesellschaft erfreut sich diese demütigende Aussage großer Beliebtheit gegenüber der Vestigarer, in den letzten Wochen fiel der Satz immer wieder. Keiner kann voraussagen welchen Verlauf der Krieg nehmen wird, nie standen sich die Heere der Stadtstaaten in so einem Ausmaß gegenüber, wie es erwartet wird. Beobachter aus Arvum und Kantorgrad erwarten, dass Kryos große Teile seines Sklavenheeres gegen die Vestigarer aufhetzen wird, um somit einen Vorteil gegenüber der technisch weit überlegenden Stadt aus Bronze zu erlangen.


    Die stärkste Waffe der Kryosi wird aber wohl die Marmorwüste selbst sein - Im beginnenden Sommer steigen die Temperaturen dort auf ein geradezu höllisches Maß an, in der Nacht sinken die Temperaturen bis zur bitteren Kälte.



    "Schändlicher Bruderkrieg! - Arvum verurteilt die Eskalation!"

    Der hohe Rat von Arvum verurteilte die Geschehnisse des Südens ein weiteres mal. In einer Rede wand sich Harald von der Salzershöh der gesamten Stadt zu, ein Auge des Herolds war dabei und schrieb die gewichtigen Worte des Nachmittags nieder:


    "Meine Brüder, meine Schwestern!


    Hier stehe ich heute, wo vor etwas mehr als fünfhundert Jahren Videris an Land ging, um der geeinten Menschheit eine neue Heimat zu schaffen. Eine Heimat des Friedens, eine Heimat des Wohlstandes. Wir bewiesen uns gegen die Aschhäute im Äußeren und überwunden zusammen die Probleme im Inneren, jedes mal traten wir als Sieger hervor - Gemeinsam, unter einem größeren Ziel als dem, uns gegenseitig die Stiefel ins Gesicht zu drücken um ein wenig höher zu stehen als der Andere!


    Für viele scheinen diese Tage des Altertums lange zurück zu liegen, doch die Geschichte spielte sich genau hier ab, auf dem Platz, auf dem wir heute stehen! Keine hundert Schritt von hier entfernt liegt unser ewiger Herrscher aufgebahrt auf seinem goldenen Throne, zwar sind seine Augen lang zu Staub verfallen, doch sieht er immer noch, welche Schande wir ihm heute bringen! Nach seinem Tode rief Iverssen das Orakel die Prophezeiung aus, dass Geschichte sich wiederholen würde. Wir deuteten es damals wohl falsch, denn heute trat diese Prophezeiung ein - Wie schon damals Videris von einem seiner engsten Vertrauen, ja seinem eigenen Schwerbruder, getötet wurde, so findet heute wieder ein neuer Krieg unter Brüdern statt!


    Seht euch doch an, welches Leid ihr bereits über alle von uns brachtet, welche Trübsal euer Handeln Familien aufzwang. Beendet dieses sinnlose Schlachten noch ehe es beginnt, seid keine Narren die eine Tat begehen, obwohl der Fehler in ihr so hell ist wie die Sonne!


    Ich beschwöre euch - Zügelt euch und verhindert diesen schändlichen Bruderkrieg!"


    Die Rede wurde unter tosendem Applaus entgegengenommen. Welche Wirkung diese Worte haben wird sich jedoch erst noch zeigen müssen.



    Kryos bereitet sich vor!


    Wie uns aus Kryos berichtet wurde, machen sich die Folgen der Kriegserklärung dort bereits bemerkbar. Die Größe der "Tausend Söhne" wurde beinahe verdoppelt, die Stadtmauer verstärkt. Als Reaktion auf den umgehenden Witz, dass "Es jetzt die zweitausend Söhne seien und bald nur noch fünfhundert" und "Die älteren Herren schon einmal neuen Nachwuchs zeugen sollten" wurden 20 Sklaven hingerichtet, entsprechend angespannt scheinen die Gemüter zu seien. Gegenteilig erweist sich jedoch die Aussage des Stadtsprechers Zahur Ghazali, der gegenüber dem Arvumer Herold versicherte, dass kein Vestigarer jemals auch nur an die Stadtmauern herangelangen würde. Stattdessen würde man die uralte Drohung, Vestigar einzuschmelzen, endlich wahr machen.


    Zudem soll eine Parade wohl Stärke zeigen - Die Straßen waren heute gesäumt mit teuren Tüchern und Reihen von barfüßigen, angeketteten Sklaven, dazwischen ritten die Kamelreiter, marschierten junge Soldaten in prächtigen, im Sonnenlicht glänzenden Uniformen, und sogar eine neuartige, rohrartige Vorrichtung zum verschießen von schweren Eisenkugeln wurde vorgeführt.



    Kantorgrader Metfest!


    Von den Vorgängen in der sonstigen Welt scheint man im nördlichen Kantorgrad allerdings kaum etwas zu spüren. Hier wurde der "Größte Met der Welt" gebraut, wie es in der letzten Ausgabe angekündigt wurde. Ein gigantischer Holzkrug wurde mit mehreren hundert Litern Met befüllt, ein jeder kann mit einem kleineren Krug aus ihm schöpfen und sich das goldene Gebräu zu Munde führen! "Es schmeckt wirklich ausgezeichnet! Die Stimmung ist erheitert, ein jeder sieht diesem Treiben mit Begeisterung zu.", berichtete unser Mittelsmann. Mehrere Zentner Honig sollten dem Met eine wahrlich mundende Süße geben, besondere Proben wurden in alle Stadtstaaten geschickt, damit diese sich von der Braukunst der Nords überzeugen können.


    Aber auch der Krug selbst ist ein wahres Kunstwerk. Zahlreiche Runen verzieren ihn, wer einmal um ihn herum geht kann die ganze Geschichte der Stadt anhand kleiner, ins Holz eingeschnittener Bilder erkennen. Wenn der Met getrunken wurde, so Braumeister Kargisson, soll der Krug zersägt und einzelne Elemente als Dekor für gut betuchte Bürger verkauft werden.



    Handel bricht ein!


    Besorgniserregende Nachrichten erreichen uns auch aus Arvum!

    Nach Berechnungen des Handelshauses "Oltmanns" nahm die Menge an gehandelten Waren am Arvumer Handelshafen kurz nach der Kriegserklärung um knapp 1/3 ab. Entsprechende Unruhe macht sich unter den Hafenarbeitern der Stadt breit, denn ohne Arbeit können sie ihre Familien nicht ernähren. Es wird erwartet, dass der sonstige Zustrom an Luxuswaren aus Kryos alsbald wieder aufkommt.